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Forschungs- und Praxissemester

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Professorinnen und Professoren können von ihren Aufgaben in der Lehre und in der Verwaltung freigestellt werden. Rechtsgrundlage ist § 40 HG.

Arten des Freistellung

A. Forschungssemester
Im Rahmen eines Forschungssemesters kann eine Professorin/ein Professor von den Aufgaben in der Lehre und Verwaltung zugunsten der Dienstaufgaben in der Forschung freigestellt werden.

B. Praxissemester
Im Rahmen eines Praxissemesters kann die Freistellung zum Zwecke der Anwendung und Erprobung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in der beruflichen Praxis sowie zur Gewinnung berufspraktischer Erfahrungen außerhalb der Hochschule erfolgen.
Eine Freistellung wird grundsätzlich nur für die Dauer eines Semesters gewährt.

Es kann nur alternativ ein Forschungssemester oder ein Praxissemester durchgeführt werden

Voraussetzungen

A. Ableistung Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Köln
Es müssen mindestens 8 Semester Lehrtätigkeit als Professorin/ Professor geleistet worden sein. Bei besonderem Engagement in der Lehre kann eine Beurlaubung bzw. Freistellung auch zu einem früheren Zeitpunkt gewährt werden.

B. Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Vertretung
Die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Vertretung des Faches in der Lehre aufgrund der jeweiligen Studienordnung während der Beurlaubung/Freistellung ist Voraussetzung.

  • Die Vertretung sollte überwiegend durch die Übernahme der Vorlesungen durch Kolleginnen und Kollegen, zusätzlich zu deren Lehrdeputat, erfolgen.

  • Ein entsprechender Vertretungsplan ist von den vertretenden Kolleginnen und Kollegen zu unterzeichnen.

  • In geringerem Umfang können auch Lehraufträge vergeben werden oder Vorlesungen vor- bzw. nachgeholt werden.

C. Weiterleitung an den Vizepräsidenten für Forschung und Wissenstransfer
Das Team 9.1 (Akademisches Personal) prüft den Antrag auf Einhaltung der formalen Voraussetzungen. Steht nichts entgegen, wird er zur inhaltlichen Prüfung an den Vizepräsidenten für Forschung und Wissenstransfer weitergeleitet.

Antragsverfahren

A. Zeitpunkt und Adressat der Beantragung
Anträge auf Beurlaubung sind auf dem Dienstweg an den Präsidenten der Hochschule zu richten; hierbei gelten folgende Antragsfristen:
– für eine Freistellung im Wintersemester (01.09. - 28.02.) ist der Antrag spätestens bis zum vorhergehenden 01. März,
– für eine Freistellung im Sommersemester (01.03. - 31.08.) ist der Antrag bis spätestens bis zum vorhergehenden 01. Oktober beim Präsidium einzureichen.

B. Stellungnahme zum Antrag
Der Antrag muss eine eingehende Stellungnahme der Fakultät (mit Fakultätsratbeschluss) enthalten.

C. Darlegung im Antrag
Im Fall des Praxissemesters ist eine Ausfertigung der arbeitsrechtlichen Regelung für die Entscheidung über den Antrag unverzichtbar. Beim Forschungssemester ist eine detaillierte Darlegung des geplanten Forschungsvorhabens erforderlich.

D. Ziel des Forschungssemesters
Professorinnen und Professoren, die für ein Forschungssemester beurlaubt bzw. freigestellt werden, müssen mit der Antragstellung bindend festlegen, welche Ziele Sie für das Forschungssemester definiert haben. Dies könnte sein:
a) Veröffentlichung
b) Konzeption und Realisierung wissenschaftlicher Einrichtungen
c) Einwerbung von Drittmitteln
Die Ständige Kommission für Forschungs- und Wissenstransfer spricht dann eine Bewilligung aus.

Zahlung der Bezüge/Erzielung von Einkünften während des Freistellung

Die Bezüge werden für die Dauer der Freistellung zunächst ungekürzt unter Vorbehalt weitergezahlt; Voraussetzung für die uneingeschränkte Belassung der Besoldung ist die Höhe der durch die Tätigkeit in der Freistellung erzielten Einkünfte. Sobald diese 50 % der regulären Besoldungsbezüge übersteigen, hat die Beamte oder der Beamte den sich ergebenden Betrag an das Land NRW abzuführen.

Unmittelbar nach Ablauf des Praxis- oder Forschungssemesters müssen Sie daher dem Präsidium eine Erklärung darüber vorlegen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe aus dieser Tätigkeit Einkünfte erzielt worden sind.

Anfertigung eines Berichtes

A. Inhalt des Berichtes
Dem Präsidenten ist über die Tätigkeit außerhalb der Hochschule in angemessener Form zu berichten. Üblicherweise erfolgt ein detaillierter Bericht, der nach Abschluss eines Forschungssemesters in der Regel durch Veröffentlichungen, ein Buch, Berichte an Auftraggeber von Projekten o.ä. ergänzt wird. Der Bericht soll Bezug nehmen auf die Aufgabenstellung, die für das Praxis- oder Forschungssemester nach Antrag und Genehmigung vorgesehen war, und nachweisen, inwiefern die Erledigung der Aufgabenstellung erfolgt und gelungen ist.

B. Zeitpunkt für die Abgabe des Berichtes
Der Bericht ist dem Präsidenten spätestens drei Monate nach Ende der Freistellung zu übergeben.

C. Kenntnisnahme/ Weiterleitung des Berichtes
Der Bericht ist über den Dekan/die Dekanin dem Fakultätsrat zur Kenntnis zu geben. Anschließend ist er von dort an den Präsidenten weiterzuleiten.

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pfeil_grau Kontakt
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Ansprechpartner/innen nach Fakultäten und Einrichtungen
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pfeil_grau Formulare
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icon_datei Antrag auf Forschungs- und Praxissemester
icon_datei Erklärung der Vertreterinnen und Vertreter

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pfeil_grau Merkblatt
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icon_datei Merkblatt für die Gewährung einer Forschungsfreistellung oder Praxisbeurlaubung

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